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Das Gelege

Bei jedem Halter von Leos wird irgendwann der Zeitpunkt kommen, an dem er selber zur Zucht schreiten möchte. Stichpunktartig möchte ich Euch einige Tips und Hinweise geben:

Link zur “ Paarung “ hier !

Als aller Erstes benötigt man ein zuchtreifes Paar. Es ist mir eigentlich noch nicht untergekommen, dass ich ein Paar hatte, welches sich nicht vertragen hatte. Hat man also ein zuchtfähiges Paar zusammen, läßt es sich kaum vermeiden, Nachzuchten zu erhalten. Ein adultes Weibchen kann ca. 10 Gelegen ( bestehend aus je zwei Eiern ) pro Jahr absetzen. Bei jüngeren Tieren sind es deutlich weniger Gelege, mit teilweise nur einem Ei, wobei die ersten Gelege durchaus unbefruchtet sein können.

Wie erkenne ich ein Männchen(male)/ wie ein Weibchen(female) ?

Bei einem adulten Männchen ist auf der Unterseite ganz deutlich im Kloakenbereich eine Reihe von Präanalporen zu erkennen, sowie ebenfalls auf der Unterseite, eine deutliche Verdickung im Kloakenbereich. Dort sitzt der Hemipenis. Bei einem weiblichen Leo fehlen diese Anzeichen ganz und es sieht mehr oder weniger “ glatt “ aus. Teilweise ist auch schon der Gesamteindruck in Bezug auf Grösse ein erstes Indiz zur Geschlechterbestimmung. Denn auch bei Leos herrscht, wenn auch nicht so ausgeprägt, ein Geschlechtsdimorphismus, d.h. Größenunterschiede zwischen den einzelnen Geschlechtern. Wenn Ihr aber erst einmal den Bogen raus habt, findet die Bestimmung relativ schnell statt. Am besten Ihr laßt es Euch die ersten Male zeigen.

Wann tritt die Geschlechtsreife ein ?

Normalerweise tritt die Geschlechtsreife mit 12-15 Monaten ein. Bei meinen Leos habe ich die Erfahrung gemacht, da ich sie alle einzeln aufziehe, daß ich sie bereits nach 9-10 Monaten verpaaren kann. Sie können ab einem Gewicht von ca. 50 Gramm verpaart  werden. Die Einzelaufzucht bringt den Vorteil der besseren Entwicklung.  Es ist bewiesen, dass die Kondition der Elterntiere, speziell des weiblichen Tieres, entscheidenden Einfluß auf die Reproduktionsrate der Leos hat.

Wie lange dauert es von der Eiablage bis hin zum Schlupf ?

Von der Eiablage bis zum Schlupf vergehen in der Regel ca. 50 Tage. Abhängig ist es von der Inkubationstemperatur und Kondition der Muttertiere bzw. Alter der Muttertiere.

Wie lange dauert es von der Paarung bis zur Eiablage ?

Von Paarung bis zur Eiablage vergehen in der Regel 3-4 Wochen. Man wird ganz deutlich erkennen, dass das Weibchen mit bevorstehender Eiablage sein Verhalten ändern wird. Es wird dem Männchen gegenüber aggressiver, wird die zuvor erhöhte Nahrungsaufnahme einstellen, sich auch öfter mal sonnen und mit Probegrabungen beginnen, um einen geeigneten Ablageplatz zu finden. 

Das Brutgerät:

Für die Zeitigung der Reptilieneier verwende ich die im Handel übliche Brutgeräte. Diese sind einfach zu bedienen und gewährleisten die nötigen Vorausetzungen.

Der Inkubationsbehälter:

Da die Eier nicht im Terrarium verbleiben können, weil man die Voraussetzungen nicht schaffen kann, werden sie in einen sog. “ Zeitigungsbehälter “ überführt. Dieser besteht aus einer durchsichtigen Dose, in dessen oberen Rand und Deckel ich einige Löcher bohre, um eine Luftzirkulation zu erreichen.

Das Inkubationssubstrat:

In diese werden die Eier vorsichtig gebettet. Auch da gibt es die unterschiedlichsten Materialien. Ich bevorzuge “ Vermiculite “. Diese wird in einer Schale mit warmen Wasser ca. 5 Minuten gewässert. Danach drücke ich es zwischen meinen Händen, bis kein Wasser mehr heraustropft. Anschließend lege ich es auf ein Haushaltstuch. Nach dieser Arbeit kommt es locker in den Inkubationsbehälter ( nicht fest andrücken, es muß ein Gasaustausch stattfinden ). In dieses Material drücke ich für jedes Ei eine kleine Mulde und lege die Eier hinein. Die richtige Mischung zwischen Substrat und Wasser muß jeder für sich herausfinden.

Die Bruttemperatur:

Das Geschlecht bei Leopardgeckos kann über die Temperatur gesteuert werden. Anfängern empfehle ich, die Gelege bei einer Temperatur von konstant 29 Grad Celsius zu erbrüten . Bei dieser Temperatur schlüpfen beide Geschlechter, vermehrt aber weibliche Tiere. Wer mehr Informationen haben möchte, dem empfehle ich einschlägige, weiterführende Literatur.

Es gibt natürlich auch hartnäckige Weibchen, die sich ihre Höhle selber graben wollen.