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Grundwissen Leopardgeckos

Der Leopardgecko gehört zu den Lidgeckos.  Spezielles Merkmal der Lidgeckos sind ihre beweglichen Augenlieder. Sie dienen den Geckos zum Schutz gegen Staub und Verunreinigungen, sowie vor mechanischen Verletzungen bei der Jagd. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Teile von Afghanistan, Indien, Pakistan und dem Iran. Dort sind sie Bewohner felsiger und steppenartiger Habitate. Reine Sandflächen meiden sie. Dazu fehlen ihnen auch, die bei wüstenbewohnenden Geckoarten verbreiterten Zehen, die ein Einsinken im Sand verhindern. Leopardgeckos besitzen jeweils fünf Zehen, die am jeweiligen Ende mit einer  Kralle abschliessen. Die spitzen Krallen erleichtern ihnen das Klettern und dienen ihnen als Grabwerkzeug beim Anlegen von Eiablagehöhlen. Leopardgeckos sind nacht- bzw. dämmerungsaktive Tiere. Den Tag verbringen sie in  Höhlen oder Felsspalten. Wichtig ist, dass sie dort Schutz vor möglichen Prädatoren und eine gewisse Umgebungsfeuchte vorfinden. Mit Beginn der Dämmerung gehen sie auf die Jagd. Leopardgeckos ernähren sich carnivor. Sie fressen ausschliesslich Insekten und gelegentlich nestjunge, nackte Mäuse. Unter Terrarienbedingungen sollten sie ausschliesslich mit Insekten ernährt werden, um einer Verfettung vorzubeugen. In ihrem Habitat nehmen Leopardgeckos durch Lecken an verschiedenen Steinen, die für sie wichtigen Mineralien auf. Den Leopardgeckos sollte im Terrarium stets eine kleine Schale mit entsprechenden Ergänzungsmitteln und vor allem Kalzium zur Verfügung stehen. Aufgrund ihrer Größe und ihrer Haltungsansprüche sind Leopardgeckos sehr gut für die Haltung im Terrarium geeignet . Auch die Anschaffungskosten sind als eher gering zu bezeichnen. Leopardgeckos erreichen eine Gesamtlänge von ca. 18 cm - 30 cm und ein Gewicht von bis zu 40g ( in freier Natur) und bis zu 150g unter Terrarienbedingungen. (sogenannte Giants. Enstanden durch Selektionszucht) Unterschiede bestehen zwischen den Geschlechtern in Grösse und Gewicht. Ein markant ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus besteht jedoch nicht. Die Haut der Leopardgeckos ist mit sogenannten Tuberkelschuppen überzogen. Diese Schuppen dienen ihnen als Sensoren und damit zur Orientierung in engen, dunklen Felsspalten und Höhlen.Dank ihrer Hilfe nehmen sie feinste Berührungen wahr. Die Augen der Leopardgeckos befinden sich im vorderen Kopfbereich. Damit erhalten sie ein grösseres Gesichtsfeld. Die Augen verfügen über eine sogenannte Schlitzpupille. Diese kann, je nach Lichtverhältnissen, geöffnet oder geschlossen werden. Den Leopardgeckos ist es somit möglich, die unterschiedlichen Lichtverhältnisse zu nutzen. Die Geschlechtsreife der Leopardgeckos beginnt unter natürlichen Bedingungen nach ca. 1 Jahr. Ein befruchtetes Weibchen kann bis zu 10 Gelegen absetzen. Wobei in der Regel zwei weichschalige Eier im feuchten Substrat vergraben werden. Je nach Temperatur schlüpfen aus diesen Eiern nach ca. 53 Tagen die Jungtiere. Wie bei vielen Reptilienarten, kann auch bei den Leopardgeckos über die Temperatur das Geschlecht vorbestimmt werden. Durch Selektion, dem Fehlen von Prädatoren und ohne extreme Temperaturschwankungen in der Terrarienhaltung, werden hier bei Größe, Gewicht und Geschlechtsreife andere Maße bzw. Werte erzielt, als in freier Natur.