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Krankheiten

Die Gesundheit unserer Leos sollte uns am Herzen liegen. In diesem Teil möchte ich einige Grundsätzlichkeiten ansprechen, eventuell Tips geben. Letztendlich ist es aber nur ratsam, bei Krankheiten eine reptilienkundige Tierarztpraxis aufzusuchen.

Der Erwerb

Bereits beim Kauf eines Leos solltet Ihr darauf achten, dass das Tier keine erkennbaren “ Mängel “ aufweist. Dazu gehören fehlende Gliedmaßen ( z.B. Zehen ), Häutungsreste ( alte ), erkennbarer Pilzbefall bei Schürfwunden. Aber auch eine abnormale Reaktion/Verhalten des Leos kann ein Indiz für eine Krankheit sein. Ein gesunder Leo wird stets versuchen in einen Unterschlupf zu verschwinden, wenn Ihr ihn aus dem Terrarium nehmen wollt. Er wird auf keinen Fall apathisch in einer Ecke liegen und sich nicht rühren. Das Gesamtbild und das Verhalten müssen einfach stimmen. Ihr solltet auch immer schauen, woher der Leo kommt und wie sauber die Terrarien sind, aus denen die Leos stammen..

Trotz “optimalen” Haltungsbedingungen, wird es immer wieder vorkommen, dass die Leopardgeckos erkranken. Dieses kann unterschiedliche Gründe haben. Generell unterscheidet man zwischen:

Außenparasiten ( Ektoparasiten )

Innenparasiten ( Endoparasiten ) 

Besonders Wildfänge sind fast immer mit den unterschiedlichsten Innenparasiten befallen, in den meisten Fällen diverse Würmer. Meist sind es Nematoden ( Fadenwürmer ) Trematoden ( Saugwürmer ), Cestoden ( Bandwürmer ), aber auch Protozoen, wie Flagellaten und Amöben bereiten Probleme. daher sollte man von jedem neuzugang eine Kotprobe von einer Tierärztlichen praxis untersuchen lassen und bis zum Ergebnis isoliert halten. Besser ist noch eine zweite Kotprobe in einem Abstand von 3-4 Wochen. Ein Leopardgecko kann sehr lange mit Würmern leben ( vor allem mit Bandwürmern ), in der freien Wildbahn ist eine reichhaltige Parasitenfauna auch nichts ungewöhnliches. Im Terrarium kann sich aber das Parasit - Wirt -Gleichgewicht schnell zu Ungunsten des Wirtes verschieben. Ist das Immunsystem erst einmal geschwächt, breiten sich die Parasiten schnell und unkontrolliert aus und schädigen dadurch den Wirt und später die gesamte Gruppe.

Symptome beim Wurmbefall:

Abmagerung des Tieres trotz Nahrungsaufnahme.  Lange Pausen zwischen den Häutungen.  Apathie,  Ausblassen der Farben, Kontraktionen im Magen-Darmbereichch,  Futterverweigerung, Gewichtsverlust, Verstopfung, aber auch Durchfall und Erbrechen ( bei Einzeller Befall ), übelriechender breiiger Kot -veränderte Konsistenz - .

Häufigster befall sind die Madenwürmer ( sog. Oxyuren ). Bei Massenbefall kann es zum Tode des Tieres führen.

hier   Oxyuren

Unten aufgeführt sind Medikationen, die bei den oben genannten Parasiten Verwendung finden.

Diese sind verschreibungspflichtig und müssen kontrolliert,  als auch richtig dosiert eingegeben werden. Dazu ist es nötig, regelmäßig das Gewicht der erkrankten Leopardgeckos mittels einer Waage zu ermitteln.       Tierarzt konsultieren!

Merke:

Isolierung des erkranten Tieres über den Zeitraum ist absolutes Muß. Ebenso die Reinigung der kompletten Terrarieneinrichtung.

Außenparasiten:

Dort namentlich erwähnt, zählen Zecken und Milben zu den häufigsten Parasiten.

Symptome:

Nahrungsverweigerung,  Baden im Wasser,  Gewichtsverlust, abnormales Verhalten, Erschöpfungszustand

Die Tiere sollte ebenfalls separat gehalten werden. Desinfektion der gesamten Einrichtung des Terrariums. Bewährt haben sich hier im Handel frei erwerbliche Milbenmittel, die ins Terrarium eingehängt werden können.  - Achtung !!! keine Futterinsekten in der Nähe !!!! -

Merke:

mit Medikamenten behandelte Weibchen sollten nicht zur Zucht herangezogen werden, da die Gelege in den allermeisten Fällen schimmeln oder die heranwachsenden Eier im Leib Schäden nehmen !

Merke

einige Krankheiten können von vornherein vermieden werden, in dem die Leopardgeckos mit lebenswichtigen Vitaminen und Spurenelementen zusätzlich versorgt werden. Besondere Beachtung findet dieses bei mir in der Jungtieraufzucht und bei der Versorgung trächtiger Weibchen.

Legenot

vielen Dank der Tierarztpraxis von Fr. Michaela Jamans für die schnelle Unterstützung und die Zusendung der Röntgenaufnahme.

Leider hatte ich es in diesem Jahr ( 2006 ) das erste Mal, dass ich ein Weibchen mit Legenot hatte. Dieses Weibchen war ausgewachsen und wurde von mir ausreichend ernährt. Leider konnte, trotz der gut verlaufenen Operation, dieses Weibchen nicht mehr gerettet werden.

mögliche Ursachen für eine Legenot:

- das Weibchen ist zu jung und anatomisch noch nicht in der Lage Gelege abzusetzen.

- das Weibchen hat eine ungenügende Ernährung -Kalziummangel-, die Eier sind zu weich, um   herausgedrückt zu werden

- dem Weibchen fehlt der richtige Platz, um das Gelege abzusetzen

- Stressbedingt ist das Weibchen nicht in der Lage Gelege abzusetzen ( Unverträglichkeit mit anderen Leopardgeckos...)

- die Eier sind mit der Eileiterschleimhaut verklebt. Sie nehmen weiterhin Wasser auf, werden größer und können nicht mehr selbständig abgelegt werden

mögliche Hilfen bei Legenot:

- die Weibchen sollten nicht zu früh verpaart werden. Geschlechtsreife ca. nach 1 Jahr. Körperliche Fähigkeit muß erlangt sein

- ausgewogene und verstärkte Ernährung der trächtigen Weibchen. Wichtig auch nach der Eiablage !

- eine zusätzliche Schale mit Kalk, Calcium sollte zur Verfügung stehen    ( s. Bild oben )

- ein geeigneter Eiablageplatz sollte zur Verfügung stehen

- Männchen nur zur Paarung mit dem Weibchen vergesellschaften. Männchen zu mehreren Weibchen setzen.

- auf Unverträglichkeiten mit anderen Weibchen achten

- frühzeitig eine reptilienkundige Praxis aufsuchen- Röntgenaufnahme- Es können z.B  Kalziuminjektionen... oder eine Operation zum Einsatz kommen. Dieses entscheidet dann die Tierärztin / -arzt vor Ort

Die Chancen, dass ein operiertes Weibchen wieder Gelege absetzen kann sind sehr hoch. Beim Überschreiten des Legetermins, sollte eine Röntgenaufnahme durch eine fachkundige retilienerprobte Tierarztpraxis durchführt werden.

Kieferdeformation / Engstand bei einem Leopardgecko

Näheres folgt .........